Grundausstattung für Familien mit Kindern

Bei der Auswahl Ihres Urlaubsziels ist es wichtig zu wissen, dass Kinderärzte für die ersten Lebensjahre von Fernreisen in Malaria- und Tropengebiete abraten. Die Infektionsgefahr ist einfach sehr groß und der Klimawechsel strengt Babys sehr an. Die Kleinen sind nämlich noch kaum in der Lage Ihre eigene Temperatur auf steigende oder fallende Außentemperaturen einzustellen. Ideal sind gemäßigtere Klimazonen. Hier gerät auch nicht der Tagesrhythmus der Kleinen durch große Zeitverschiebungen durcheinander.

Machen Sie doch einen Urlaub in den Bergen oder am See! Die frische Luft entspannt nicht nur Sie, sondern auch Ihre Kinder.

In die Kinder-Reiseapotheke gehören grundsätzlich alle Medikamente, die Sie auch zu Hause regelmäßig verabreichen oder im Notfall parat haben. Dazu gehören z.B. auch die Vitamin D/Fluorid-Tabletten für Ihr Kind. Auch Tropfen gehen Blähungen oder Kümmel-Zäpfchen gehören dann in die Reiseapotheke. Damit auch Sie sich in Ihrem Urlaub im Krankheitsfall wieder schnell erholen, packen Sie am besten auch für sich selbst eine eigene „Erwachsenen-Reiseapotheke“.

Wenn Sie mit Kindern im Flugzeug verreisen, empfehlen wir Ihnen abschwellende Nasentropfen zu verabreichen. Bei Start und Landung gegeben sorgen sie dafür, dass keine unangenehmen Ohrenschmerzen durch fehlenden Druckausgleich im Mittelohr entstehen. Zur Anfeuchtung der Nasenschleimhaut können Kochsalz- oder Meersalz-Nasentropfen gegeben werden.

Ein Fieberthermometer sowie altersgerechte Arzneimittel gegen Schmerzen und Fieber mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol sollten ebenfalls nicht in der Reiseapotheke fehlen. Bei der Mitnahme von Zäpfchen muss beachtet werden, dass diese bei warmen Temperaturen leicht schmelzen können. Packen Sie Zäpfchen deswegen in eine Kühlbox oder nehmen Sie lieber einen Fiebersaft mit.

Da Wickelkommoden oft nicht regelmäßig gesäubert werden, empfehlen wir Ihnen einen Flächendesinfektionsspray mit in die Windeltasche zu packen.

Nehmen Sie für Ihren Urlaub auf jeden Fall eine kleine Menge an Verbandmaterial (z.B. Pflaster, elastische Binden) und Desinfektionsmittel für kleine Wunden mit. Wenn Sie bei Ihrem Kind Pflaster verwenden, ist ein Kauf eines hypoallergenen Pflasters angebracht, da die Haut der Kleinen noch sehr empfindlich ist.

Apropos empfindliche Haut: Setzten Sie Babys bitte nie der direkten Sonne aus. Lassen Sie Ihr Kind lieber indirekt von der positiven Eigenschaft der Sonne im Schatten profitieren. Wenn Sie dennoch einen kleinen Spaziergang mit dem Kinderwagen unternehmen möchten, ziehen Sie dem Kind leichte langärmlige Sachen an und setzten ihm einen Sonnenhut auf. Unbedeckte Körperstellen cremen Sie am besten mit einem für Babys geeigneten Sonnenschutzmittel ein. Diese enthalten keine chemischen Filter oder allergieauslösende Stoffe.

Kommt es aus Versehen zu einem leichten Sonnenbrand, legen Sie für 10 - 15 Minuten ein feuchtes Tuch auf diebetroffenen Stelle (bitte nicht über das Gesicht!). Anschließend pflegt und kühlt ein Schaumspray die geschädigte Haut. Zudem können Sie auch hautberuhigende Gele, die den Juckreiz lindern, auftragen.

Auch im Urlaub wird man leider oft von Stechmücken belästigt. Um Insektenstiche bei Erwachsenen zu vermeiden, werden sogenannte Repellentien angeboten. Für Babys sind diese Mittel ungeeignet. Sie können jedoch wenige Tropfen ätherische Öle auf ein Tuch, den Kinderwagen oder die Manduca geben. Lavendel und Zitrone riechen angenehm und schrecken Stechmücken weitgehend ab.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass ätherische Öle nie direkt auf die Babyhaut aufgetragen werden sollen, da diese zu Hautreizungen führen können. Achten Sie bitte auch auf mögliche Allergien. Bei Kindern unter drei Jahren ist besondere Vorsicht geboten bei der Anwendung von Kampfer-, Eukalyptus-, Thymian- und Pfefferminzöl. Diese können zu lebensbedrohlichen Bronchospasmen führen!

Zecken entfernen Sie am besten vorsichtig mit einer Zeckenkarte
oder -zange
.

Falls Ihr Kind dennoch gestochen wurde, können Sie mit einem Kühlkissen (aus dem Kühlschrank, nicht aus dem Gefrierschrank) den Juckreiz stoppen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind alle nötigen Impfungen für den Urlaub bekommen hat. Ihr Arzt wird Sie gerne zum Thema Impfungen beraten.

Über geeignete Medikamente für Ihr Kind wird Sie gerne Ihr Kinderarzt sowie Ihre Apotheke beraten.

Impfkarte

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